26

Juni

2018

Tipps und Tricks von vier Fans des Trends

Anna und Clara interessieren sich schon seit Längerem dafür, wie man ein Bullet Journal erstellt. Deshalb haben sie sich kürzlich an vier Expertinnen gewandt, die in ihren drei Blogs mit Begeisterung über Bullet Journals schreiben: Theresa und Lea von Punktkariert.de, Svenja von Flcty.com sowie Christine von Notatboka.no. Diese jungen Frauen haben alle ihren eigenen persönlichen Bullet-Journal-Stil und sich zu unserem Glück bereit erklärt, individuelle Bullet Journals für Anna und Clara anzufertigen. Diese konnten sich die Schwestern anschauen und so besser verstehen, worum es bei diesem neuartigen Kalendersystem eigentlich geht. In diesem Blogeintrag finden Sie Bilder dieser wunderbaren handgefertigten Bullet Journals. Näheres über die Bloggerinnen erfahren Sie am Ende dieses Posts.

Nun aber erst einmal zur zentralen Frage: Was ist ein Bullet Journal?

Was ist ein Bullet Journal?

Anna und Clara wissen bereits, dass ein Bullet Journal ein neues, spannendes Kalendersystem ist, das To-do-Listen, Kalender, Tagebuch, Notizen und noch vieles mehr miteinander vereint.

Nachdem sie online unzählige Definitionen dazu gelesen hatten, was ein Bullet Journal ist, setzten sich Anna und Clara mit vier Bloggerinnen in Kontakt, die mit Begeisterung über Bullet Journals schreiben. So konnten die beiden Schwestern noch mehr über diese Kunstform herausfinden: Was mögen die Leute an Bullet Journals? Wofür kann ein Bullet Journal genutzt werden? Welche Tipps sollten Neulinge berücksichtigen, bevor sie den Stift aufsetzen?

Hier finden Sie alle Antworten von Theresa und Lea, Svenja und Christine.

Was gefällt euch an Bullet Journals?

Theresa und Lea von Punktkariert.de haben Folgendes geantwortet:

„Jahrelang waren wir auf der Suche nach dem perfekten Kalendersystem, hatten aber nie etwas gefunden, das alle unsere Wünsche erfüllte – bis wir auf das Bullet Journal stießen. Das Bullet Journal war genau das, was wir gesucht hatten, und da das Format absolut flexibel ist, wird das auch noch der Fall sein, wenn sich unsere Bedürfnisse ändern. Für uns ist die Flexibilität das Wichtigste am Bullet Journal. Es gibt Tage, an denen man viel zu tun hat, und andere, an denen nichts ansteht. Im Gegensatz zu einem normalen Kalender hat man im Bullet Journal keine leeren Stellen, wenn man einmal ein paar Tage keine Termine hat. Außerdem ist immer genügend Platz für alle Ereignisse, Termine und To-do-Listen. Das Format entwickelt sich und wächst mit einem mit. Außerdem kann man sich daran setzen oder eine Pause machen, wann immer man möchte. Wir nutzen Bullet Journals jetzt schon seit Jahren und sind von der Flexibilität immer noch sehr angetan.“

Svenja von Flcty.com hat Folgendes geantwortet:

„Ich habe schon immer gerne vor mich hin gemalt und hatte immer etwas für schöne Notizbücher übrig – und für die altbekannten Terminplaner. Für mich gab es nur ein Problem mit den herkömmlichen Terminplanern: Zu Beginn des Jahres war ich immer richtig motiviert. Da habe ich alles ganz genau eingetragen. Später blieben die Seiten jedoch nach und nach immer leerer. Welch eine Papierverschwendung! Genau deshalb liebe ich Bullet Journals. Ich kann ganz allein entscheiden, wie viel Papier ich brauche. Und wenn ich mehrere Monate Pause mache – dann ist das eben so! Ich kann zu einem beliebigen Zeitpunkt im Jahr starten und selbst bestimmen, wie ich es nutzen möchte! Mir persönlich bietet ein Bullet Journal die meiste Flexibilität (und meiner Meinung nach auch die schönsten Gestaltungsmöglichkeiten) für die Planung von Terminen und so vielem anderen!“

 Christine von Notatboka.no hat Folgendes geantwortet:

„Ich mag Bullet Journals so gerne, weil ich damit einfach alles in meinem täglichen Leben im Blick behalten kann. Wenn ich alle Gedanken und Ideen auf Papier festhalte, kann es mir nicht passieren, dass ich vergesse, etwas zu erledigen oder an etwas zu denken. Ich kann mein eigenes System entwickeln, das meinen Bedürfnissen entspricht. Und alles Wichtige ist an einem Ort zusammengetragen.“ 

Wofür kann ein Bullet Journal genutzt werden? 

Theresa und Lea von Punktkariert.de haben Folgendes geantwortet:

„Es mag etwas unrealistisch klingen, aber ein Bullet Journal kann man tatsächlich für jeden Lebensbereich nutzen. Angefangen bei Arbeitsprojekten über die täglichen To-do-Listen und Termine im Privatleben, wie beispielsweise die Essensplanung, den Putzplan und die Wochenplanung für die ganze Familie, bis hin zu besonderen Ereignissen wie Reisen, Wunschlisten für Weihnachten, Geburtstagsfeiern oder allem, was noch für die Schule zu tun ist. Ein weiterer wichtiger Teil ist, dass man die täglichen Routinen, den Sport, die Gemütslage oder alles, was gerade anliegt, nachverfolgen kann.

Wir selbst organisieren damit unsere To-do-Listen rund um unseren Blog Punktkariert.de, die Monats- und die Wochenplanung sowie unsere Ziele und Herausforderungen, wie beispielsweise unsere Leseliste für das Jahr, oder unseren Habit Tracker (Gewohnheitstracker). Außerdem bieten Bullet Journals Raum für Kreativität.“

Svenja von Flcty.com hat Folgendes geantwortet:

„Mein Bullet Journal ist mehr als nur ein sehr individueller Kalender. Das Beste daran ist, dass jeder sein Bullet Journal für das nutzen kann, was ihm oder ihr im Leben wichtig ist. 

Ich persönlich plane und organisiere damit mein Leben und nutze es als Skizzen- und Ideenbuch. Deshalb habe ich neben den klassischen Seiten für Kalendereintragungen und To-do-Listen auch viele Seiten zum Skizzieren in meinem Bullet Journal. Ich zeichne gerne Ideen für die sozialen Medien in kleine quadratische Kästchen. Ich nutze es als Reisetagebuch. Ich schreibe auf, was mir an einem Tag besonders gefallen hat, notiere Zitate, die mich inspirieren, und Dinge, die ich gerne für meinen Blog oder privat realisieren würde. Ich beschreibe Strickmusterideen für meinen Shop, schreibe auf, was ich gerne lernen möchte, und noch vieles mehr. In gewisser Weise ist hier mein ganzes Leben festgehalten.“

Christine von Notatboka.no hat Folgendes geantwortet:

„Gibt es irgendetwas, für das man ein Bullet Journal nicht nutzen kann? Einfach ausgedrückt: Man kann es für alle Lebensbereiche nutzen, für alles, was man möchte und was man braucht. Man kann den normalen Tagesablauf planen und auch Termine. Essensplanung. Urlaubsplanung. Man kann seine Gewohnheiten im Auge behalten, den Abnehmfortschritt, einen Krankheitsverlauf, die Schwangerschaft, Filme, die man ansehen, oder Bücher, die man lesen möchte. Man kann es als Tagebuch nutzen und darin Eintrittskarten, Fotos und andere Erinnerungen aufbewahren. Es gibt keine Regeln und jeder kann das Bullet Journal so gestalten, wie er oder sie möchte.“

Welche Tipps habt ihr für einen Bullet-Journal-Neuling?  

Theresa und Lea von Punktkariert.de haben Folgendes geantwortet:

„Das Wichtigste ist, keine Angst vor Fehlern zu haben! Fehler passieren sowieso. Auch uns unterlaufen noch Fehler, obwohl wir schon so lange Bullet Journals führen. Sucht nach Ideen auf Pinterest oder Instagram und probiert alle Übersichten aus, die ihr interessant findet. Wenn sie nicht den gewünschten Zweck erfüllen, könnt ihr sie jederzeit ändern. Damit kommen wir zum zweitwichtigsten Punkt: Zeichnet die Übersichten nicht zu weit im Voraus und bereitet das Bullet Journal immer nur bis zum aktuellen Monat bzw. zur aktuellen Woche vor. Sonst geht euch die gesamte Flexibilität verloren, für die das Bullet Journal eigentlich steht. Zu Beginn sieht es vielleicht nach sehr viel Arbeit aus. Schon nach kurzer Zeit werdet ihr jedoch eine Planungsroutine entwickeln und alle Vorteile des Bullet Journals genießen können!“

Svenja von Flcty.com hat Folgendes geantwortet:

„Ein Bullet Journal ist die einfachste und tollste Möglichkeit, sich zu organisieren. Man braucht dafür nur ein schönes Notizbuch und einen Stift. Mein Tipp wäre, mit den klassischen ersten Seiten zu beginnen:

  • Inhaltsverzeichnis (ich trage dort immer die Seitenzahlen für jeden neuen Monat, sehr wichtige Notizen oder Skizzenseiten ein),
  • Legende (eine kurze Auflistung der Symbole und/oder Farbcodes, damit ihr alles im Blick behaltet),
  • einige Seiten für die langfristige Planung (ich mag besonders eine Übersicht für den Rest des Jahres – da kann man dann direkt die Urlaubswochen, wichtige Geburtstage, Familienfeste usw. eintragen)
  • und ein paar Seiten, die Spaß machen, wie beispielsweise ‚Bücher, die ich gerne lesen möchte‘, ‚Dinge, für die ich sparen möchte‘, ‚Traumreiseziele‘ usw.

Zu Beginn jedes Monats zeichne ich eine Monatsübersicht und dann trage ich frei meine Wochen- und Tagespläne ein.

Neulinge können dafür auch sehr gut im Internet oder im alten Lieblingsplaner nach Inspirationen suchen. Wenn ihr die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten, die da draußen zu finden sind, ausprobiert, findet ihr ganz sicher das perfekte System für euch. Ein wichtiger Tipp: Bewertet nicht eure ersten Bullet-Journal-Seiten! Ich habe das getan, als ich selbst meine ersten Gehversuche machte. Meine Seiten sahen im Vergleich zu all diesen perfekten Seiten, die ich im Internet fand, einfach nur unbeholfen und schrecklich aus. Der Vergleich hat mich dann schnell sehr frustriert. Mit jeder Seite werdet ihr besser – und ihr müsst stets bedenken, dass ihr online fast immer nur Fotos der schönen Seiten seht. Der Rest wird unter Verschluss gehalten.“

Christine von Notatboka.no hat Folgendes geantwortet:

„Bevor ihr irgendetwas anderes tut: Sucht im Internet nach Ryder Carroll. Er ist der Mann, mit dem alles begann. Zweitens: Schaut euch andere Journals als Inspiration an, aber achtet darauf, dass euer Bullet Journal euren eigenen Bedürfnissen entspricht. Lasst euch also nicht überwältigen von all den Farben und Zeichnungen. Euer Bullet Journal kann so minimalistisch oder eben so ‚überladen‘ sein, wie ihr das möchtet. Außerdem solltet ihr unbedingt den Stift zuerst ausprobieren, wenn ihr einen neuen Stift verwenden möchtet. So könnt ihr sehen, wie er auf eurem Papier schreibt. Drittens: Ein Buch und ein Stift sind im Grunde alles, was ihr benötigt. Und schließlich: Bleistift und Radiergummi sind eure besten Freunde: Lernt aber trotzdem, mit euren Fehlern zu leben. Bullet Journals müssen nicht perfekt sein, sondern praktisch. Der Spaß daran ist wichtig!“

Beispiele für Seiten und Übersichten aus den Bullet Journals

Theresa und Lea von Punktkariert.de haben Anna und Clara wunderbare Beispiele für Bullet Journals in Notizbüchern mit weißen und mit karierten Seiten geschickt. Hier sehen Sie ihre Versionen eines Gewohnheitstrackers, einer Monats- und einer Wochenübersicht, einer To-do-Liste, eines Lesefortschrittsbalkens und eines Future Logs für 2018.

Von Svenja von Flcty.com haben Anna und Clara ein sehr schönes Bullet Journal bekommen. Sie hat dafür ein Notizbuch mit weißen Seiten ausgewählt. Vergessen Sie nicht: Ein Bullet Journal soll Ihrem persönlichen Stil entsprechen. Wählen Sie daher ein Notizbuch aus, bei dem Sie ein gutes Gefühl haben. Hier können Sie sich Svenjas Versionen eines Stimmungstrackers und einer Wochen- und einer Tagesübersicht anschauen.

Christine von Notatboka.no schickte den Schwestern ein wunderschönes Bullet Journal, für das sie ein Notizbuch mit karierten Seiten ausgewählt hatte. Weil Christine so gerne Aufkleber verwendet, hatten die Schwestern ihr einige von ihren neuen Aufklebern geschickt, die Christine sogar auch direkt benutzt hat. Hier können Sie sich Christines Versionen einer Geburtstagsübersicht, einer Seite mit Lieblings-TV-Sendungen sowie einer Monats- und einer Wochenübersicht anschauen:


Über Punktkariert.de

Theresa und Lea sind die wunderbaren jungen Frauen hinter Punktkariert.de, einem Blog, der Ihnen dabei helfen möchte, Ihr Leben durch Bullet Journals einfacher und besser zu machen. Die beiden schreiben auf Deutsch und veröffentlichen viele inspirierende Bilder. Sie können Theresa und Lea auch auf Instagram finden (@punktkariert.de).

Über Flcty.com

Svenja ist die Gründerin von Flcty.com und ihre Kreativität ist einfach unerschöpflich. Sie sieht ihren Blog als Ventil für ihre Stricksucht und ihre Begeisterung für unterhaltsame und einfache DIY-Projekte. Ihren Blog gibt es sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch viel Spaß damit! Sie können Svenja auch auf Instagram finden (@_flcty_).

Über Notatboka.no

Christine ist die großartige junge Frau hinter dem Blog Notatboka.no, den sie 2017 begann, nachdem sie das Thema Bullet Journal für sich entdeckt hatte. Christine schreibt auf Norwegisch, weil sie der Meinung ist, dass zu dem Thema nicht genügend Informationen in dieser Sprache im Internet zu finden sind. Besuchen Sie sie unbedingt auch auf Instagram (@notatboka).

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